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Digitalisierung erden

Die Digitalisierung bildet in ihren unterschiedlichen Dimensionen – Automatisierung, Veränderung von Kommunikation, Demokratische Verkehrsformen, Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Überwachung und Kontrolle – einen Problemzusammenhang, der politisch bislang nur eindimensional und unzureichend behandelt wird.
Fragen der Digitalisierung aller privaten, öffentlichen und beruflichen Lebensbereiche werden vor allem wirtschafts- und technologiegetrieben und eher unkritisch politisch thematisiert.

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Über den Rat

Der interdisziplinäre Rat für Digitale Ökologie widmet sich systematisch Fragen, in denen die ökonomischen, kulturellen, politischen, psychologischen und gesundheitlichen Dimensionen der Digitalisierung miteinander in Wechselwirkung stehen. Erst vor dem Hintergrund einer Ökologie digitaler Systeme wird auch eine Ethik der Digitalisierung denkbar, die Leitlinien für den Technikeinsatz vorgeben kann.
Der Rat betrachtet es als seine Aufgabe, Debatten anzustoßen und die Digitalisierung als zentrales gesellschaftspolitisches Thema begreifbar zu machen. Digitalisierung ist in all ihren Dimensionen eine politische Gestaltungsaufgabe.

Und obwohl bereits eine Fülle von juristischen, sozialen, ökonomischen und medizinischen Fragen auftreten, ist die öffentliche Debatte etwa über Informationsmonopole, das Verschwinden der Privatheit oder über medizinische Aspekte des permanenten Gebrauchs digitaler Kommunikation unzureichend geblieben. Die Folgen für die Demokratie und das Zusammenleben in modernen Gesellschaften werden in der Politik zu wenig proaktiv aufgegriffen und debattiert.
Im Augenblick verhält man sich weitgehend blind zu dem, was in aller Sichtbarkeit schon da ist und noch auf uns zukommen wird. Der interdisziplinäre Rat für Digitale Ökologie widmet sich systematisch Fragen, in denen die ökonomischen, kulturellen, politischen, psychologischen und gesundheitlichen Dimensionen der Digitalisierung miteinander in Wechselwirkung stehen.
Erst vor dem Hintergrund einer Ökologie digitaler Systeme wird auch eine Ethik der Digitalisierung denkbar, die Leitlinien für den Technikeinsatz vorgeben kann.

Der Rat betrachtet es als seine Aufgabe, Debatten anzustoßen und die Digitalisierung als zentrales gesellschaftspolitisches Thema begreifbar zu machen. Digitalisierung ist in all ihren Dimensionen eine politische Gestaltungsaufgabe.
Der RdÖ führt als interdisziplinärer, hochkarätig besetzter Think Tank Studien durch, schreibt Positionspapiere und Empfehlungen, publiziert Meinungsartikel und stößt zivilgesellschaftliche Bündnisse zu Themen einer Digitalen Ökologie an.

Der Rat

Gerd Billen

Gerd Billen

Gerd Billen war der erste Verbraucherschutz-Staatsekretär. Im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz sowie als langjähriger Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes vzbv hat er sich für die Menschen in ihrer Rolle als Konsumenten eingesetzt und sich dabei intensiv mit Fragen von Gesellschaft und Digitalisierung befasst. Er war außerdem Pressesprecher beim Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Gründer der Verbraucher Initiative, arbeitete in der Otto Group im Bereich Corporate Social Responsibility und war als Bundesgeschäftsführer beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) tätig.

Vanessa Miriam Carlow

Prof. Dr. Vanessa Miriam Carlow

Vanessa Miriam Carlow ist Architektin und Stadtplanerin, Professorin und Leiterin des Institute for Sustainable Urbanism an der Technischen Universität Braunschweig. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit nachhaltigen Landnutzungsmustern, Stadt-Land-Beziehungen, (post-)digitaler Partizipation sowie Formen und Praktiken der Urbanisierung. Sie ist Gründerin und Leiterin des Architektur- und Stadtplanungsbüros COBE Berlin und Mitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) sowie Auditorin der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Für ihre Arbeit wurde sie mit vielfältigen Preisen, u.a. mit dem Goldenen Löwen der Architektur-Biennale Venedig 2006 ausgezeichnet.
Foto: Rosa Merk

Maja Göpel

Prof. Dr. Maja Göpel

Maja Göpel ist Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft arbeitet sie seit über zwei Jahrzehnten an Themen der nachhaltigen Entwicklung und gesellschaftlichen Wandels. Maja Göpel ist Professorin an der Leuphana Universität Lüneburg, Mitglied des Club of Rome sowie Beirätin der Generationenstiftung und der Stiftung Entwicklung und Frieden und seit 2019 Policy Fellow beim Progressiven Zentrum. Als Scientist4Future trägt sie die Stimme der Wissenschaft vermehrt in die Öffentlichkeit.
Foto: Kai Müller

Dieter Janecek

Dieter Janecek, MdB

Dieter Janecek ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. Für die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN ist er Sprecher für Industriepolitik und digitale Wirtschaft. Weiter ist er Obmann im Wirtschaftsausschuss, Obmann im Ausschuss Digitale Agenda und Mitglied der Enquête-Kommission Künstliche Intelligenz. Um gesellschaftliche Veränderungsprozesse zum Wohle der Menschen mitzugestalten, steht er im ständigen Dialog mit den Bürgern und Bürgerinnen sowie Vertretern und Vertreterinnen der Wirtschaft, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen.
Foto: Stefan Kaminski

Wolfgang Kaleck

Wolfgang Kaleck

Wolfgang Kaleck ist Rechtsanwalt. 2007 gründete er die juristische Menschenrechtsorganisation European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), deren Generalsekretär er seitdem ist. Gemeinsam mit Betroffenen und Partner*innen weltweit nutzt das ECCHR juristische Mittel, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen. Für seinen beharrlichen Kampf für die Menschenrechte ist er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt worden. Er hat mehrere Bücher und zahlreiche Artikel veröffentlicht. Außerdem ist er der juristische Beistand von Edward Snowden in Europa.
Foto: Nihad Nino Pušija

Andrea Krajewski

Prof. Andrea Krajewski

Andrea Krajewski ist eine praxiserfahrene Designerin an der Schnittstelle zwischen Hardware- und Software-Interfaces und Professorin für die Gestaltung interaktiver Mediensysteme am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt. In ihrer Arbeit befasst sie sich mit der Ausgestaltung von Mensch-Computer-Beziehungen, der Zukunft digitaler und analoger Interfaces sowie mit der Gestaltung der Koexistenz von Mensch, Umwelt und autonomen digitalen Systemen. Sie ist Vorstandsmitglied der ThingsCon, einer globalen Initiative für gerechte und menschenorientierte Technologien im Bereich Internet of Things und vernetzte Lebensumgebungen. Auf ihrem Blog gibt sie Einblicke in aktuelle und zukünftige Design-Fragen.

Constanze Kurz

Constanze Kurz

Constanze Kurz ist Informatikerin und Hackerin, Autorin und Herausgeberin mehrerer Bücher. Sie ist Aktivistin und ehrenamtlich Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Die Expertin für Cybersicherheit sitzt in der Redaktion von netzpolitik.org und im Kernteam der Konferenz Bits & Bäume. Sie forschte an der Humboldt-Universität zu Berlin am Lehrstuhl „Informatik in Bildung und Gesellschaft“ und war Sachverständige der Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestags. Für ihr gesellschaftliches Engagement erhielt sie zahlreiche Preise, darunter die Theodor-Heuss-Medaille für vorbildliches demokratisches Verhalten.

Johannes Merck

Prof. Dr. Johannes Merck

Johannes Merck ist Chief Advisor for Corporate Responsibility der Otto Group, für welche die digitale Verantwortung ein wichtiges Anliegen ihrer Geschäftspolitik ist sowie Vorstand der Umweltstiftung Michael Otto, die sich vielfach für die Lösung von Landnutzungskonflikten engagiert. Als langjähriger Pionier der Unternehmensverantwortung im deutschsprachigen Raum hat er eine Honorarprofessur für „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (FH) Eberswalde inne. Der promovierte Historiker ist außerdem in zahlreichen politischen Gremien vertreten und war am Aufbau der „Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“ beteiligt, die sich für ehrgeizige Klimaziele und entsprechende Rahmenbedingungen stark macht.
Foto: Otto-Pressebild

Frederike Petzschner

Dr. Frederike Petzschner

Frederike Petzschner ist eine Neurowissenschaftlerin und beschäftigt sich mit der menschlichen Wahrnehmung, dem Lernen und der Entscheidungsfindung. Sie ist Assistenzprofessorin am Carney Institute for Brain Science der Brown University und Direktorin des Carney Fellows Program, das Forschungsergebnisse in funktionierende Anwendungen zum Wohle der Gesellschaft umsetzt. Davor war sie Senior Research Fellow an der Translational Neuromodeling Unit (TNU) der Universität Zürich und der ETH Zürich mit dem Spezialgebiet der Komputationalen Psychiatrie und Psychosomatik - die Erforschung mentaler und körperlicher Gesundheit und Krankheit mithilfe mathematischer Modelle. Sie ist außerdem Mitglied und ehemaliges Vorstandsmitglied der WEF Global Shapers Zurich.

Bernhard Pörksen

Prof. Dr. Bernhard Pörksen

Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört unter anderem der Medienwandel im digitalen Zeitalter. Er diagnostiziert der vernetzten Welt eine Stimmung der Nervosität und Gereiztheit. Der Kommunikationsforscher hat zahlreiche wissenschaftliche Beiträge und Artikel veröffentlicht, dazu Sachbücher zu Themen wie Kommunikation, Konstruktivismus oder der „redaktionellen Gesellschaft“. Er plädiert für die gezielte Vermittlung von Medienmündigkeit. Im Jahre 2008 wurde er als „Professor des Jahres“ ausgezeichnet. Sein letztes Buch „Die große Gereiztheit“ erschien 2018.
Foto: Peter-Andreas Hassiepen

Peter Reichl

Prof. Dr. Peter Reichl

Peter Reichl ist Professor für Informatik an der Universität Wien und Leiter der Forschungsgruppe Cooperative Systems. Er studierte Mathematik, Physik und Philosophie, gefolgt vom Doktoratsstudium in Informatik und mehr als 10 Jahren industrienaher Forschung im Bereich Telekommunikation. Im Zentrum seines interdisziplinären Forschungsansatzes steht der Mensch im Digitalen Wandel und die besondere Verantwortung des Informatikers darin. Er ist Initiator des Wiener Kreises zur Digitalen Anthropologie,leitet die Arbeitsgruppe "Homo Digitalis" der OVE-GIT und ist einer der Ko-Autoren des Wiener Manifests für Digitalen Humanismus. Daneben begleitet er als Pianist regelmäßigOpernkonzerte und Liederabende im In-und Ausland.

Tilman Santarius

Prof. Dr. Tilman Santarius

Tilman Santarius ist Professor für sozial-ökologische Transformation an der TU Berlin sowie am Einstein Center Digital Future und leitet die Forschungsgruppe „Digitalization and Sustainability“ am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Er ist Mitinitiator der Bits+Bäume-Bewegung, die den Austausch zwischen Tech-Communities und der Nachhaltigkeitsszene fördert. 2018 veröffentlichte er das Buch “Smarte grüne Welt? Digitalisierung zwischen Überwachung, Konsum und Nachhaltigkeit” mit Steffen Lange, zuvor hat er mehrere Berichte und Studien zu ökologischen und wirtschaftlichen Fragestellungen mitgeschrieben.
Foto: Felix Noak

Harald Welzer

Prof. Dr. Harald Welzer

Harald Welzer ist Direktor von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit, die praktische und experimentelle Strategien der gesellschaftlichen Transformation unterstützt und fördert. In zahlreichen Vorträgen, Artikeln und Interviews setzt er sich für die sozialökologische Transformation und den Erhalt der offenen Gesellschaft ein. Außerdem ist der Soziologe und Sozialpsychologe Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg und lehrt als ständiger Gastprofessor Sozialpsychologie an der Universität St. Gallen. Als kritischer Beobachter der Digitalisierung hat er 2016 «Die smarte Diktatur» veröffentlicht.
Foto: Jens Steingässer

Marie-Luise Wolff

Dr. Marie-Luise Wolff

Dr. Marie-Luise Wolff leitet als Vorstandsvorsitzende die ENTEGA AG, einen der großen deutschen Energiedienstleister in öffentlicher Hand. Sie ist weiterhin Präsidentin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW). Die studierte Anglistin und Musikwissenschaftlerin hat über 30 Jahre Erfahrung in den verschiedensten Positionen der deutschen Industrie gesammelt. Darüber hinaus sitzt sie in zahlreichen Gremien und Aufsichtsräten, unter anderem im Hochschulrat der Technischen Universität Darmstadt, im Aufsichtsrat der Uniklinik Köln sowie im Kuratorium der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Publikationen

Working Papers

Tracing oder Tracking - Shifting baselines in Zeiten von Corona


von Maxim Keller, Gemina Picht & Harald Welzer (Mai 2020)

Die Corona-Krise ist, wie man nicht zuletzt am Beispiel der Corona-App sieht, auch ein gigantisches soziales Experiment, das zeigt, wie flexibel Verhaltensnormen und Akzeptanzbereitschaften unter Bedingungen des Ausnahmezustands sind.

 

Medien- und Debattenbeiträge

DAS! mit Soziologe Prof. Harald Welzer

Harald Welzer im NDR (31. Oktober 2020)
Im Mittelteil dreht sich das Gespräch auf dem roten Sofa um die allgegenwärtige Präsenz von «Digitalien» und darum, wie der RdÖ die Digitalisierung anders betrachten will, um die Diskussion darüber anzuleiten, wo digitale Hilfsmittel wirklich helfen, und wo nicht.

Die Digitalisierung für das Klima nutzen!

Vortrag von Tilman Santarius für die Reihe “Making Sense of the Digital Society” des HIIG (26. Oktober 2020)
Fünf Thesen für eine sanfte Digitalisierung, die auch dem Klimaschutz dient. Eine solche zukunftsfähige und sozialökologische Digitalisierung folgt den Leitprinzipien der digitalen Suffizienz, des konsequenten Datenschutzes und der Gemeinwohlorientierung.

Die große Gereiztheit unserer digitalen Gegenwart: Die Krise der Kommunikation und
Das totale Jetzt

Bernhard Pörksen in der SWR2-Aula (18. und 25. Oktober 2020)
Radio-Zweiteiler über die Neuorganisation der Kommunikationswelt. Wie Smartphone und soziale Medien eine epochale Luftveränderung mitbegründen und die große Gereiztheit vom literarischen Zauberberg in den Schweizer Alpen in das globale Dorf des Internets transportieren.

Der Trend zum Homeoffice lässt sich nicht mehr umkehren

Gespräch mit Harald Welzer auf Deutschlandfunk Kultur (5. Oktober 2020)
Das Recht auf Homeoffice könnte zu weniger Pendeln, weniger Emissionen und neuen Entwicklungschancen für den ländlichen Raum führen, birgt aber auch eine Gefahr.

Von Luther zu Twitter: Ausstellung über Medien und politische Öffentlichkeit im DHM

Gespräch mit Harald Welzer in SWR2 am Morgen (9. September 2020)
Die Ausstellung führt durch die Geschichte der Mediennutzung für die Politik. Für jede Epoche wird eine eigene Gestaltungskonzeption gezeigt. Sie ist noch bis zum 11. April 2021 zu sehen.

Zerstört der Online-Handel Umwelt und Innenstädte?

Gespräch mit Dieter Janecek in Deutschlandfunk Streitkultur (18. Juli 2020)
Eine Diskussion über die Nebenwirkungen von Internet-Shopping, die bei der 1-Click-Bestellung schnell vergessen gehen.

Wort der Woche: Alternative Medien

Gespräch mit Bernhard Pörksen auf SWR2 (6. Juni 2020)
Über den Bedeutungswandel von «alternativ» und warum wir zwar medienmächtig sind, aber nicht unbedingt medienmündig sind.

Der Tag mit Maja Göpel

Gespräch mit Maja Göpel auf Deutschlandfunk Kultur (23. Juni 2020)
Unter anderem über die EU-Digitalsteuer für Tech-Konzerne und die Frage, wie die Digitalisierung der Umwelt helfen kann.

NPP 202 Off The Record: Schöne Grüße aus Karlsruhe!

Constanze Kurz im Hintergrund-Podcast von netzpolitik.org (6. Juni 2020)
Gespräch über das novellierte BND-Gesetz, das Anfang 2017 in Kraft getreten war und eine globale Massenüberwachung durch den deutschen Auslandsgeheimdienst legalisierte, und über das im Mai dazu ergangene Urteil des BVerfG, das es als teilweise verfassungswidrig erkannte.

Fundierte Hoffnung. Der Kampf für Menschenrechte in Krisenzeiten

Essay von Wolfgang Kaleck in der APuZ (8. Mai 2020)
Die Praxis der juristischen Menschenrechtsarbeit der vergangenen Dekaden zeigt: Der Abgesang auf die Menschenrechte kommt verfrüht. Denn sie birgt ein großes Potenzial und bietet eine konkrete Utopie sowie Anknüpfungspunkte für eine fundierte Hoffnung.

Now is the time. Wie der Weg aus der Krise zur Chance für Klimaschutz und Digitalisierung werden kann

Diskussion mit Constanze Kurz an der re:publica 2020 im digitalen Exil (7. Mai 2020)
Es wird eine Zeit nach der Corona-Krise geben. Unser Leitbild für den Neustart ist nicht die alte, sondern eine bessere Welt, die krisenfester ist und klimaverträglich wirtschaftet.

Das Virus, der blaue Planet und das Netz

Vortrag von Bernhard Pörksen an der re:publica im digitalen Exil (7. Mai 2020)
Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen zeigt durch den Vergleich von Klimakrise, Flüchtlingskrise und Viruskrise, wie gesellschaftsverändernde Resonanz entsteht und was unser Bewusstsein tatsächlich ergreift und verändert

Als die Rechner laufen lernten...

Video-Vorlesung von Peter Reichl an der Universität Wien (13. April 2020)
Einführungsvorlesung "Technische Grundlagen der Informatik" zum Thema "Mechanische Rechner" mit spektakulären Mikroskopaufnahmen aus dem Inneren der Maschinen.

Appell: Corona-Pandemie bekämpfen, Bürgerrechte und Datenschutz bewahren!

Europäische Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (26. März 2020)
Auch in der Coronakrise bleiben Persönlichkeitsrechte „elementare Funktionsbedingung eines auf Handlungs- und Mitwirkungsfähigkeit seiner Bürger begründeten freiheitlich demokratischen Gemeinwesens“.

Coronavirus in den Medien: Panik, live auf Sendung

von Bernhard Pörksen in der ZEIT (13. März 2020)
Die Corona-Krise ist Ergebnis einer globalisierten medialisierten Welt. Umso dringender müssen wir alle lernen, Informationen über die Pandemie richtig zu verarbeiten.

Kunst des Miteinander-Redens: „Wir müssen das Zögern lernen“

Interview mit Bernhard Pörksen in der Frankfurter Allgemeinen Woche (3. März 2020)
Neuartige publizistische Plattformen wie Wikileaks und Netzpolitik.org müssen von der Pressefreiheit geschützt sein.

Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange: "Ich wage keine Prognose"

Interview mit Wolfgang Kaleck in der Legal Tribune Online (20. Februar 2020)
In der vernetzten Welt prallen Meinungen immer unversöhnlicher aufeinander. Wie können wir konstruktiver miteinander reden?

Digitalisierung ökologisch gestalten!

Rede von Dieter Janecek im Bundestag (14. Februar 2020)
Unsere Gesellschaft muss dringend einen Diskurs führen, wie wir Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammenbringen. Die positiven Effekte der digitalen Transformation werden wir nur dann realisieren, wenn wir sie konsequent an Energie- und Ressourceneffizienz und am Gemeinwohl ausrichten.

Wie Fake News unser Gefühl für Wahrheit untergraben

von Bernhard Pörksen im Deutschlandfunk (15. Januar 2020)
Gefälschte Nachrichten und Videos haben über den Einzelfall hinaus eine fatale Wirkung, denn sie lösen bei vielen Menschen eine generelle Verunsicherung darüber aus, was echt und was gefälscht ist.

"Prinzip der Interessantheit schlägt Prinzip der Relevanz"

Interview mit Bernhard Pörksen im Deutschlandfunk (2. Januar 2020)
#OmaGate, die Debatte um ein Lied, in der die Oma zur Umweltsau erklärt wurde, sei ein Beispiel für sinnlose Polarisierung im öffentlichen Diskurs. Die relevanten Fragen – hier nach sinnvoller Klimapolitik – werden dabei nicht diskutiert.

Digital Detox führt in eine gefährliche Behaglichkeit

von Bernhard Pörksen (13. Oktober 2019)
Vor der Fülle an Nachrichten flüchten immer mehr Menschen in eine Wellness-Welt des Beisichseins. Doch eine engagierte Anteilnahme am Weltgeschehen braucht die richtige Dosis an Informationen.

Digitaler Wandel, aber bitte nachhaltig

von Maja Göpel im Tagesspiegel Background (25. September 2019)
Mit dem Entwurf einer Charta „Unsere gemeinsame digitale Zukunft“ will der WBGU Impulse für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsziele und insbesondere die Formulierung nachhaltiger Digitalisierungspolitik setzen.

Fröhliche Unbedarftheit in Sachen Wirklichkeit

Von Harald Welzer in der ZEIT (14. September 2019)
Die Digitalisierung führt zu künstlicher Dummheit: Die Netzkonzerne blenden alle Konflikte und Ungleichheit aus. So sollten wir nicht leben wollen.

Game over? Warum wir Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammen denken müssen

Vortrag von Maja Göpel an der Konferenz „Das ist Netzpolitik!“ (13. September 2019)
Was läge näher, als die neuen digitalen Möglichkeiten zur Lösung der unglaublichen ökologischen Probleme einzusetzen? Was steht dieser Vision im Weg - und wo zeigen sich die Potentiale?

Was sind die wichtigsten Lügen von Digitalisierung und Klimapolitik, Maja Göpel?

Interview in der taz FUTURZWEI N°10 (September 2019)
Klimapolitikexpertin Maja Göpel über die Vorstellung, Digitalisierung mache die Welt nachhaltig.

Die Disziplinargesellschaft und ihre vertrottelten Bürger

Von Harald Welzer in der taz FUTURZWEI N°10 (September 2019)
Die Wirklichkeit der potenziell totalitären Datensammlung und Entmündigung durch Digitalkonzerne wird immer noch weitestgehend verdrängt – Schluss damit.

„Wir kommen uns im digitalen Dorf unerträglich nahe“

Interview mit Bernhard Pörksen im Tagesspiegel (11. August 2019)
Der Mensch steckt in seiner eigenen Filterblase, in seiner kommunikativen Bestätigungssehnsucht fest. Quatsch, sagt Pörksen. Der Mensch agiert im Filterclash.

Massenüberwachung der Kommunikation: Anhörung beim Menschenrechtsgerichtshof

von Constanze Kurz für netzpolitik.org (10. Juli 2019)
Beschwerdeführer vom Menschenrechtsgerichtshof fordern, die Minimalstandards zum Schutz vor Missbrauch bei Massenüberwachung endlich anzupassen – oder aber die Massenüberwachung der Kommunikation zu beenden.

Arroganz statt Inhalte

Von Bernhard Pörksen in der Süddeutschen Zeitung (3. Juni 2019)
Was passiert, wenn Politiker eine Medienrevolution nicht verstehen? Im schlimmsten Fall ignorieren sie die Kritik und diffamieren lieber die Protagonisten.

Digital Responsibility: Beyond Buzzwords – worum geht es hierbei eigentlich wirklich?

Diskussion mit Harald Welzer, Maja Göpel und Johannes Merck (6. Mai 2019)
Die Frage der unternehmerischen, aber auch der gesellschaftlichen Verantwortung von Firmen im Zuge des digitalen Wandels.

Achilles 4.0 und die digitale Schildkröte

von Peter Reichl in der taz FUTURZWEI N°5 (Juni 2018)
Dass der digitale Wandel das Dogma immerwährenden Wirtschaftswachstums aufrechterhalten kann, ist Illusion. Und wieder einmal wussten’s schon die alten Griechen…

 

Kontakt

Der Rat für Digitale Ökologie ist ein von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit initiiertes und durchgeführtes Projekt. Bei Fragen und Anregungen können Sie sich gerne an unser Team wenden: info@ratfuerdigitaleoekologie.org

Team

Wissenschaftliche Mitarbeit: Nicholas Czichi-Welzer, Maxim Keller & Gemina Picht
Geschäftsführung: Dana Giesecke

Verantwortlich für den Inhalt der Webseite:

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Tel. +49 (0)30 - 397 177 07

Design und Realisation:

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